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Allgäu: Bücher :Bücher über Kaufbeuren im Allgäu

Das Gänsespiel

Man schreibt das Jahr 1548. Anna und ihr kleiner Bruder Thomas müssen mit ansehen, wie ihre Eltern brutal ermordet werden. Auf der Flucht vor den Mördern werden sie getrennt: Während Thomas’ Schicksal ungewiss bleibt, zieht Anna mit dem Zwerg Rubio und seinem Tanzbären als Gauklerin drei Jahre umher.

Als sie nach Kaufbeuren gelangen, trifft dort gerade der kaiserliche Kommissar von Zech ein, der die Religionsstreitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten im Sinne Kaiser Karls V. regeln soll. Doch die Kaufbeurer stehen der neuen „Regierung“ abweisend gegenüber. Um die Eigenständigkeit ihrer Zünfte und ihres Gemeinwesens gegenüber dem „fremden Herrn“ zu demonstrieren, organisieren sie einen großen Umzug durch die Stadt, an dem die gesamte Bürgerschaft teilnimmt. Doch gestützt auf seine bewaffnete Macht reißt von Zech rücksichtslos alle Macht an sich und tyrannisiert die Bürger. Unterdessen gelangt Anna als Dienstmädchen in das Haus des Kommissars, wo sie erkennt, dass er der Mann ist, der die Ermordung ihrer Eltern zu verantworten hat. Wenig später lernt sie den jungen Kaufmann Johannes Schrader kennen und verliebt sich in ihn. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Thomas und befreien unter Lebensgefahr und mit List und Tücke die Reichsstadt Kaufbeuren von dem Tyrannen. Am Ende des Buches steht schließlich das Tänzelfest, das älteste Kinderfest im süddeutschen Raum.  

In seinem Roman Das Gänsespiel führt Franz-Josef Körner seine Leser in die Welt des 16. Jahrhunderts, in die Umbruchsphase zwischen Mittelalter und Neuzeit. Wenn auch der kaiserliche Kommissar von Zech und die Entstehungsumstände des Tänzelfestes literarische Fiktion sind, so fällt dennoch die früheste Erwähnung des Kaufbeurer Tänzelfestes, das heute zu den ältesten Kinderfesten im süddeutschen Raum zählt, in diese Zeit, in das Jahr 1557: Das Fest entwickelte sich aus einem Fest der Zünfte, in das wohl auch die Schuljugend eingebunden war. Darüber hinaus sind im Gänsespiel die Lebensumstände der Patrizier, Handwerker und Spitalinsassen, die politischen und kirchlichen Verhältnisse sowie die Topographie der damals um die 2.500 Einwohner zählenden Reichsstadt Kaufbeuren zuverlässig recherchiert und dargestellt.
Franz-Josef Körner hat in seinem Werk Kaufbeuren zum Schauplatz gemacht und damit zur Basis der Handlung. Das Verdienst des Autors ist es, damit eine Lücke zu schließen, denn bislang gab es jedoch noch keinen historischen Roman, der sowohl die Stadtgeschichte aufgreift als auch fast ausschließlich in der Stadt spielt. Und wer ein wenig in der Geschichte Kaufbeurens und seiner Verhältnisse bewandert ist, der kann vor dem realen Hintergrund erkennen, wie geschickt Franz-Josef Körner die Freiheit eines Autors dazu nutzt, mit dem aus der Wirklichkeit entliehenen Baumaterial literarisch-kunstvoll und kreativ umzugehen.
Historische Romane besitzen das Privileg, dass sie Geschichte als Unterhaltung tarnen können und dürfen. Die Leser des Gänsespiels, das sich durchaus auch für jugendliche Leser eignet, sind dem entsprechend eingeladen, in ‚ferne Welten’ abtauchen und gleichzeitig ihren Wissens- und Vorstellungshorizont erweitern.

Dr. Stefan Dieter - Das Gänsespiel von Franz-Josef Körner, ISBN 978-3-934509-76-4, 320 Seiten

Sophies Labyrinth

Die Münchner Journalistin Sophie wird wegen ihres Vornamens ausgewählt, anlässlich des 200. Todestages der deutschen Schriftstellerin Sophie von La Roche, einer bedeutenden Zeitzeugin des 18. Jahrhunderts, einen Artikel zu schreiben. Während ihrer Recherchen zu der privilegierten Arzttochter sowie Wieland- und Goethefreundin verliebt sie sich in ihren Kollegen Jakob. Dann stößt sie auf zwei weitere große Frauen der Geschichte: die heilige Crescentia, die erste deutsche Heilige des dritten Jahrtausends und Therese Studer, die Frauenrechtlerin, Kämpferin für die Arbeiterinnen und Gründerin des katholischen Arbeiterinnenbundes.
Jakob gibt Sophie sein begonnenes Romanmanuskript über Therese Studer. Sie beginnt zu lesen und ist sofort gefangen, von der harten Kindheit Thereses, die schon als Achtjährige bei einem Bauern dienen musste und später in einer süddeutschen Zündholzholzfabrik arbeitete. Schließlich fand sie in Kaufbeuren im Allgäu eine neue Heimat, wo sie in der Spinnerei arbeitete und in der Marienanstalt, dem ersten Arbeiterinnenwohnheim Deutschlands, eine dauerhafte Bleibe fand. Hier setzte sie sich für ihre Mitarbeiterinnen ein, schrieb Theaterstücke und versuchte weiterhin, ihren übergroßen Bildungshunger zu stillen. 1906 gründete sie schließlich einen katholischen Arbeiterinnenverein und am Ende begleitete sie das Amt der Verbandsvorsitzenden.
Während Sophie immer mehr von diesen starken Frauen erfährt führt sie ein Zufall in jenes Kloster, in dem die heilige Crescentia im 18. Jahrhundert wirkte. Dort muss sie sich einer bitteren Wahrheit stellen. Wie in einem Labyrinth: In bestimmten Situationen, an bestimmten Wegekreuzungen muss man halt eine Entscheidung treffen.

Ein Buch über vier Jahrhunderte, drei berühmte Frauen, die Liebe und die ewigen Fragen des Lebens.
Dem Autor Franz-Josef Körner gelingt das Kunststück, die ganz unterschiedlichen sozialen, religiösen und literarischen Welten seiner drei Protagonistinnen in einem Buch zu verschmelzen und dabei packende historische Zeitportraits zu entwerfen – bei denen Geschichte auch an die Menschen herangebracht wird, die sich für Geschichte und historische Daten nicht so interessieren - und sich auch Geschichtskundige nicht langweilen.

Sophies Labyrinth von Franz-Josef Körner, ISBN 978-3-941013-00-1, 320 Seiten

 

Kaufbeuren – Alte Stadt in neuem Licht

Der große Bildband über Kaufbeuren vom Jahre 1994 ist längst vergriffen, und schon lange wünschten Einheimische und Besucher ein neues Buch über die Stadt. Rechtzeitig vor Weihnachten ist es jetzt im Bauer-Verlag Thalhofen erschienen, in vorzüglicher Ausstattung, repräsentativem Format und zu einem moderaten Preis.
Jürgen Kraus, der Herausgeber, ist kein gebürtiger Kaufbeurer, sondern ein Zugezogener, dem Kaufbeuren, wie er schreibt, „in liebevoller Anteilnahme zugewachsen ist“. Er sieht die Stadt vermutlich aufmerksamer und genauer, als jemand, dem sie seit Kindheitstagen vertraut ist. Kraus möchte nicht nur das ohnehin allen Bekannte und leicht Zugängliche zeigen, dies selbstverständlich auch, aber aus anderer, ungewohnter Perspektive. Das ist ihm bestens gelungen. Darüber hinaus will er zusammen mit dem tüchtigen, einfühlsamen Fotografen Mathias Wild mancherlei Verborgenes sichtbar machen. Beiden gelingt es, überraschende  und faszinierende Einblicke und, im buchstäblichen Wortsinn, auch derartige Ausblicke zu vermitteln. Das können dann vielgestaltige Dachlandschaften ebenso sein wie die geräumigen Dach- und Trockenböden einer alten Apotheke, ungewohnte Fassadenausschnitte von Gebäuden, die Arrestzelle unter dem Hörmann-Haus oder der gewölbte, gepflegte Keller in einem Bürgerhaus, die längst aufgelassenen gewaltigen Bierkeller früherer Brauereien auf dem Afraberg und die unerwartete Idylle versteckter Altstadtgärten. Selbst wer die Stadt gut zu kennen glaubt, wird sich vom Herausgeber und Fotografen bereitwillig führen lassen und dabei für sich reizvolle und aufschlussreiche Entdeckungen machen.

Selbstverständlich kann bei einem derartigen Buch über die Auswahl der Objekte ebenso diskutiert werden wie über die Qualität einzelner Kirchenaufnahmen, die nicht immer ganz zu überzeugen vermögen. Insgesamt aber ist es vorzüglich gelungen, neben prägnanten Bauwerken, prachtvollen Straßenzügen, malerischen Winkeln und eindrucksvollen Gesamtaufnahmen auch das Leben in der Stadt in seiner Geschäftigkeit und Behaglichkeit, bei Arbeit und Erholung, bei fröhlichen Festen und dazugehörigem Brauchtum lebendig werden zu lassen. Damit hat Kaufbeuren wieder einen Bildband, der Besuchern eine willkommene Erinnerung an den Aufenthalt in der schönen Stadt im Allgäu ist, zugleich aber auch den Bewohnern Kaufbeurens und des Umlandes Freude und Bereicherung bietet.

Einzelne besondere Objekte werden von kundigen Fachleuten informativ vorgestellt. Den größten Teil der Bildlegenden schrieb Jürgen Kraus. Er wendet sich in launiger Weise unmittelbar an den Leser und vermittelt ihm wie im Gespräch seine bisweilen durchaus eigenwilligen Eindrücke und Überlegungen.

Einen Hinweis verdient die vorzügliche und anschauliche Darstellung der Geschichte Kaufbeurens von Günther Pietsch. In Form eines Rundgangs in der Altstadt erzählt er knapp von der Entwicklung der Siedlung am Wertachübergang im Laufe der Jahrhunderte bis 1945.

Damals begann für Kaufbeuren mit dem Zuzug der Heimatvertriebenen aus Gablonz in Nordböhmen auf dem Trümmergelände der Dynamit AG eine neue Entwicklung, die sich in vielfacher Weise als überaus günstig erwies. Bis heute trägt sie wesentlich dazu bei, dass sich die Stadt zuversichtlich mit den Aufgaben befassen kann, die in Zukunft von ihr gelöst werden müssen.

Der Bildband ist dem 2004 verstorbenen Vorsitzenden des Verkehrsvereins und Archivar des Heimatvereins, Egon Guggemos, gewidmet, der wie wenige die Stadt Kaufbeuren gekannt hat und eng mit ihr verbunden war. Zusammen mit Jürgen Kraus hat er das Konzept für diesen empfehlenswerten Bildband entworfen.

Kaufbeuren – Alte Stadt in neuem Licht, herausgegeben von Jürgen Kraus, Fotos von Mathias Wild, ISBN 978-3-934509-88-7, 128 Seiten

 

Kaufbeurer Stadtgeschichten

"Hilfe! Herr Wiedemann! Ich bin versteinert worden …"
Dieser Hilferuf stammt von „Frau Maierhof“, die in den „Kaufbeurer Stadtgeschichten“ gerade über den alten Friedhof um die St. Martinskirche spaziert.
"Ja, Frau Maierhof! Nicht dem Schloarger in die Augen blicken. Warten Sie, ich komme kurz rüber!"

„Herr Wiedemann“ eilt zu Hilfe! Die beiden Hauptpersonen des neuen Kinderstadtführers laden ein, die Geschichte der Stadt kennen zu lernen. Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven, zusätzlich reich illustriert, präsentieren auf 68 Seiten den jungen Kaufbeurern wie auch den Erwachsenen eine spannende Stadtgeschichte zum Anfassen. Ein eingehefteter Stadtplan sorgt dafür, dass man die jeweiligen Routen von „Herrn Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ problemlos nachvollziehen kann.
Thomas Garmatsch, kreativer Kopf und Leiter der Kaufbeurer Kulturwerkstatt, initiierte, illustrierte und textete. Gemeinsam mit Ralf Einfeldt (Layout) und dem Fotografen Christoph Jorda erschuf er ein kindgerechtes Kaleidoskop zur Geschichte seiner Stadt, das nun im Bauer-Verlag Thalhofen erschienen ist.
Als illustrierte Stadtführer beschreiten „Herr Wiedemann“ und „Frau Maierhof“ ihren Weg durch Kaufbeuren. Bekannt wurden „Elsa Maierhof“ und „Johann A. Wiedemann“ als Geschäftsführer des Kaufbeurer Geschichtenladens der Kulturwerkstatt, wo sie sich unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stefan Bosse Kaufbeurer Stadtgeschichten erzählen.
Lesen kann man das Buch von zwei Seiten: Falls Sie, lieber Entdecker, sich nun dazu entschließen, zunächst Frau Maierhof mit ihren Märchen und Sagen auf ihrem Stadtrundgang zu begleiten, kann ich Ihnen nur eines raten: Hüten Sie sich vor Elsas manchmal nur allzu blühenden Fantasie! Gruselige Geister- und Spukgestalten, wollsockenstrickende Wächter der Stadttore, ein nach Pfannkuchen duftender Fünfknopfturm – die sagenhafte Seite Kaufbeurens ist sicher eine Reise wert. Andererseits – und das im wahrsten Sinne des Wortes! –  wenn Sie unsere STADTGESCHICHTEN umgedreht lesen, sind sie mit dem historisch sehr bewanderten und scheinbar allwissenden Johann A. Wiedemann auf der sicheren Seite, denn: Richtig ist wichtig! Und wichtig ist richtig!   

Da habe ich aber Glück gehabt, dass Sie gerade vorbeigekommen sind … Aber! Herr Wiedemann! – Kein Wort mehr über den Schloarger! Der gehört auf meine Seiten – aber trotzdem: Herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Ich dachte, Sie kennen sich nur bei geschichtlichen Dingen aus… Sie sind ja richtig mutig!

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Kaufbeuren erhält jede Schule und jeder Kindergarten in Kaufbeuren Freiexemplare. Für die Lehrkräfte bedeutet dies, den Kindern ihre Stadt fantasievoll, sagenhaft und doch historisch korrekt zeigen zu können.

Kaufbeurer Stadtgeschichten, herausgegeben von Thomas Garmatsch, ISBN 978-3-941013-32-2

 

Afrika-Thriller "Nigeria Connection" von Peter M. Roese, mit Bezug Kaufbeuren

Abenteuerlust, verbunden mit beruflichen Belangen, führten den 1944 in Erlangen geborenen Peter M. Roese rund um den Globus. In Nigeria und im Iran lebte und arbeitete er sogar für einige Jahre. Ein gespitzter Bleistift lag immer bereit ... Ist es da verwunderlich, dass er sich nach seiner krankheitsbedingten Frühpensionierung an die Arbeit machte einen Thriller zu schreiben, dessen Handlung größtenteils in Nigeria, aber auch in Dahomé, Kamerun und Kenia spielt. Und nicht zu vergessen ... auch im Allgäu, wie die folgenden Zeilen zeigen:

Nun wurde es ernst, die Maschine bewegte sich im bleichen Licht des anbrechenden Tages mit dröhnenden Motoren auf der vermeintlich endlos langen Rollbahn des Fliegerhorstes dahin, die bis zu den schemenhaften Bergen vor ihnen zu reichen schien. Rechts huschten flache Hügel vorbei, links die alten Splitterschutzbunker. Nach schier endlosen Minuten hob die Noratlas ab, und vor den hingerissenen Betrachtern lag dieses unglaublich beeindruckende Panorama der Alpen. ("Nigeria Connection" S. 37)

Die Maschine startet übrigens vom Fliegerhorst Kaufbeuren. Aber auch Stadt selbst, der Bärensee, der Kuhstallweiher usw. spielen eine Rolle.

Lagos, Nigeria: Marcel ist ratlos, warum sind diese Geheimdiensttypen ausgerechnet hinter ihm her? Was hat es mit seinem geheimnisvollen Doppelgänger auf sich? Kurz nach Beendigung des Biafrakrieges, Anfang der 70er Jahre, spielt die Geschichte des jungen Mannes, den sein Weg nach Afrika führt, um dort zu arbeiten und nebenbei die Geheimnisse des Schwarzen Kontinents zu ergründen. Der weiße Gastarbeiter und sein schwarzer Freund Sule, ein Polizeioffizier, geraten in einen Strudel politischer Verschwörungen und Mordanschläge, stoßen auf Geheimnisse, Intrigen, und das alles in einer schwül-sinnlichen Atmosphäre. Nach Vereitelung des Mordanschlags auf Präsident Gowon, kommt Marcel mit Hilfe eines schwarzen Wahrsagers zu einer verblüffenden Erkenntnis ...

Freunde exotischer Agenten-Thriller werden diesen ungewöhnlichen Roman, der in der afrikanischen Arbeitswelt spielt, genießen. Daneben wird vor dem Leser das schillernde Leben Schwarzafrikas mit all seinen Facetten ausgebreitet. Vom Jujudoctor über schwarze Schönheiten, das ganz normale Chaos auf Schlaglochpisten, eine Elefantenpirsch im Urwald, eine öffentliche Hinrichtung, das Leben der afrikanischen Frauen, korrupte Beamte und Militärs und so weiter, reicht die Palette.

Vom gleichen Autor stammt auch der Iran-Thriller "AFN Tehran", sozusagen die Fortsetzung von "Nigeria Connection". Auch hier gibt es wieder einige Hinweise auf Kaufbeuren, Oberbeuren, Neugablonz usw.

Im Moment arbeitet Peter M. Roese, der einige Jahre in Kaufbeuren lebte, und ab und zu bei Freunden dort weilt, an seinem neuen Buch, mit dem Titel "Allgäu Sixties" - die turbulenten 60er Jahre in Kaufbeuren und am Fliegerhorst. Das ist ein echtes Stück Kaufbeurer Stadtgeschichte!

 

"Allgäu Sixties" von Peter  M. Roese

Endlich ist es soweit: "Allgäu Sixties" ist erschienen. Die Stories um Rossner, den Soldaten Schweik der 60er Jahre, und die zivile Clique samt Band in Kaufbeuren, lassen ein turbulentes Stück Stadt- und Zeitgeschichte wieder aufleben. Mit "Allgäu Sixties" wird ein herrlicher militärisch-ziviler Klamauk geboten, unterstützt durch zahlreiche Hinweise auf die unvergessliche Musik der 60er Jahre. Wer möchte da nicht gleich mitsingen ...
Aber nicht nur das Allgäu, sondern auch Franken, die ursprüngliche Heimat des Protagonisten Rossner, spielt eine Rolle in "Allgäu Sixties".

Allgäu Sixties – eine olivgrün angehauchte Liebeserklärung an das Allgäu und die 60er Jahre. Kaufbeuren ist Hauptschauplatz dieser bisweilen nicht ganz ernst gemeinten Story um den Luftwaffensoldaten Rossner und seine Clique. Dienst in der Kaserne, heiße Feten, eine Band und Liebeleien am Bärensee – all dies ist eingebettet in die stürmischen Sixties, die auch das beschauliche Allgäu ganz ordentlich aufmischten. Humor wird aber nicht nur rund um den Fliegerhorst groß geschrieben – Rossner & Co. lassen es sich nicht nehmen, auch die Umgebung zu erkunden: Landsberg, Memmingen, Mindelheim, Marktoberdorf, Schongau, Füssen, Kempten, Oberstdorf, Tirol ... Außerdem verschlägt es den Leser ins fränkische Neuhaus an der Pegnitz, ins baden-württembergische Mengen und nach Diepholz bei Bremen, stets garniert mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen der wilden 60er. Eine kurzweilige Lektüre voller lebendiger Zeitgeschichte und Lokalkolorit – nicht nur für Allgäufans.

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